Zwei neue MINI für Dakar

21. November 2017 - BMW

Mit der Präsentation ihrer aktuellen Wettbewerbsfahrzeuge haben der britische Automobilhersteller MINI und das deutsche X-raid Team heute im MINI Brandstore in Paris die finale Phase ihrer Vorbereitungen auf die Rallye Dakar 2018 eingeläutet. Erstmals stellen sich MINI und X-raid den Herausforderungen der weltweit anspruchsvollsten Langstreckenrallye mit zwei unterschiedlichen Antriebskonzepten. Neben der konsequent weiterentwickelten Ausführung des allradgetriebenen MINI John Cooper Works Rally, der bei seiner Premiere zu Beginn des Jahres 2017 Rang sechs im Gesamtklassement der Rallye Dakar erreichte, wird auch der MINI John Cooper Works Buggy mit Hinterradantrieb bei der Auftaktetappe am 6. Januar 2018 in der peruanischen Hauptstadt Lima am Start sein.

Entschlossener denn je streben MINI und X-raid damit die Fortsetzung ihrer gemeinsamen Erfolgsgeschichte an, die von 2012 bis 2015 zu vier aufeinanderfolgenden Gesamtsiegen bei der Rallye Dakar führte. „Mit diesen beiden Fahrzeugen verfügen wir über die stärkste MINI Familie, die jemals bei der Rallye Dakar am Start war“, erklärte Sebastian Mackensen, Senior Vice President von MINI, während der Präsentation in Paris.

Den Anstoß zur Entwicklung eines zweiten Fahrzeugkonzepts lieferte das Reglement der Rallye Dakar, das in seiner aktuellen Form den zweiradgetriebenen Wettbewerbsfahrzeugen zu gewissen Vorteilen verhilft. X-raid Teamchef Sven Quandt gab im Februar 2017 das Startsignal für die Konstruktion des MINI John Cooper Works Buggy. „Das war das bisher größte Projekt unserer Firmengeschichte und wir haben in den vergangenen Monaten extrem hart daran gearbeitet“, sagte er anlässlich der Fahrzeugvorstellung.

Der MINI John Cooper Works Buggy wird von einem 3,0 Liter großen Reihensechszylinder-Dieselmotor angetrieben, der eine Höchstleistung von 250 kW/340 PS sowie ein maximales Drehmoment von 800 Nm mobilisiert. Ebenso wie das Getriebe und der Antriebsstrang wurde auch die auf der BMW TwinPower Turbo Technologie basierende Aufladetechnik des Motors, der mit gleicher Leistung auch im MINI John Cooper Works Rallye zum Einsatz kommt, komplett neu konzipiert. Einen auch in Extremsituationen maximalen Schutz für Fahrer und Beifahrer gewährleistet der fahrzeugspezifisch entwickelte Stahlrohrrahmen. Darüber spannt sich die ebenfalls eigenständige Karosserie aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Kevlar. Die Außenhaut im authentischen Buggy-Look wurde in enger Kooperation mit dem MINI Design gestaltet und aerodynamisch optimiert.

Im Verlauf der vergangenen Monate absolvierte der neue MINI John Cooper Works Buggy bereits ein intensives Testprogramm, das ihn auf unterschiedlichstes Terrain und unter anderem auf Rallyepisten in Ungarn und Marokko führte. „In dieser Zeit musste der Buggy nie aufgrund eines technischen Problems stoppen und das ist wirklich bemerkenswert“, berichtete Teamchef Sven Quandt. „Bei aller Euphorie darf man aber auch den MINI John Cooper Works Rally auf keinen Fall außer Acht lassen“, fügte Quandt hinzu. „Es gibt Strecken und Terrain, auf dem hat ein Allradler Vorteile. Zudem ist unser Fahrzeug extrem zuverlässig.“ Die konsequente Weiterentwicklung des MINI John Cooper Works Rally, mit dem der Argentinier Orlando Terranova bei der Rallye Dakar 2017 auf Rang sechs der Gesamtwertung fuhr, umfasste unter anderem eine neue Fahrwerkskonstruktion mit größeren Federwegen und eine Gewichtsreduzierung.

Das Aufgebot von MINI und X-raid für die Rallye Dakar 2018 umfasst sieben Fahrzeuge und ein erfahrenes Team aus Fahrern und Co-Piloten. Die drei MINI John Cooper Works Buggy werden von Mikko Hirvonen (FIN), Bryce Menzies (USA) und Yazeed Al-Rajhi (KSA) gesteuert. Die Fahrerplätze im MINI John Cooper Works Rally übernehmen Orlando Terranova (ARG), Jakub Przygonski (POL), Joan „Nani“ Roma (ESP) und Boris Garafulic (CHI).

In dieser Besetzung und mit seiner routinierten Crew für alle Aufgaben rund um die Organisation, den technischen Support und die medizinische Betreuung ist das X-raid Team bestens gerüstet für den Härtetest, der bei der 40. Auflage der Rallye Dakar auf Menschen und Fahrzeuge wartet. Für die Jubiläumsausgabe der Langstreckenfahrt, die zugleich zum zehnten Mal in Südamerika ausgetragen wird, wurde eine Route ausgearbeitet, die von Peru aus über Bolivien nach Argentinien führt. Die Rallye Dakar 2018 umfasst ausgedehnte Wüstenetappen ebenso wie Geröllfelder und Asphaltstrecken, von denen einige bis auf 4 000 Höhenmeter in die Anden führen, und endet am 20. Januar 2018 mit dem Zieleinlauf im argentinischen Córdoba.